70 Jah­re AWO Jöl­len­beck – Fest­wo­che vom 4. bis 10. Juni

Kon­takt

Aktu­el­les

70 Jah­re AWO Jöl­len­beck
Bun­tes Pro­gramm mit sie­ben Ver­an­stal­tun­gen

Der AWO-Orts­ver­ein Jöl­len­beck besteht seit 70 Jah­ren – und hat die­ses Jubi­lä­um gleich mit einer gan­zen Fest­wo­che gefei­ert. Stell­ver­tre­tend für jedes Jahr­zehnt der His­to­rie stan­den an sie­ben Tagen, vom 4. bis zum 10. Juni 2018, sie­ben Ver­an­stal­tun­gen auf dem Pro­gramm, die ein brei­tes Publi­kum anspra­chen. „Bei unse­rem Fest soll­te jeder auf sei­ne Kos­ten kom­men: Kin­der und Erwach­se­ne, Fami­li­en und Senio­ren, Men­schen, die sich für Geschich­te inter­es­sie­ren eben­so wie Jöl­len­be­cker, die Spaß am Sin­gen haben. Dabei war es uns wich­tig, mit den Akteu­ren vor Ort zu koope­rie­ren“, sagt Kirs­ten Hops­ter, Vor­stands­vor­sit­zen­de des AWO-Kreis­ver­ban­des Bie­le­feld e.V.

Humor­vol­le Ein­bli­cke in das Leben eines „AWO-Oppas“ gewähr­te zum Auf­takt der aus Hohen­lim­burg stam­men­de Kaba­ret­tist Hans Mar­tin Eick­mann. Der Senio­ren­nach­mit­tag im AWO-Wohn­ca­fé an der Dorf­stra­ße stand unter dem Mot­to „Blau­er Mon­tag“, und so wur­den pas­send dazu blau­er Kuchen und blaue Cock­tails ser­viert. „Von der Fuß­lüm­me­lei zum Mas­sen­sport“ lau­te­te am 5. Juni der Titel einer Lesung mit Fried­helm Schäf­fer, der sich ein­ge­hend mit der Ent­wick­lungs­ge­schich­te des Fuß­balls beschäf­tigt hat. In der „Kaf­fee­boh­ne“ an der Dorf­stra­ße rich­te­te er den Blick vor allem auf das Fuß­ball­ge­sche­hen wäh­rend der NS- und Nach­kriegs­zeit – von der Gleich­schal­tung bis zum legen­dä­ren Wun­der von Bern. Da sich das Kreis­muse­um Wewels­burg eben­falls mit der Bedeu­tung des Fuß­balls im Natio­nal­so­zia­lis­mus befasst, plant die AWO dem­nächst einen Besuch in der dor­ti­gen Aus­stel­lung.

Musi­ka­lisch ging es am Mitt­woch im Rah­men der Fest­wo­che zu. In Zusam­men­ar­beit mit dem Bezirks­amt fand auf dem Markt­platz ein Mit­sing­kon­zert statt. Mit dabei waren der Chor Drei­vier­tel­acht, der Gos­pel­chor Theesen und die Sän­ger­ge­mein­schaft Jöl­len­beck. Gemein­sam mit den zahl­rei­chen Gäs­ten, die sich in der Jöl­len­be­cker Orts­mit­te ein­ge­fun­den hat­ten, wur­de zum Abschluss des Abends das Volks­lied „Kein schö­ner Land“ ange­stimmt. „Was hält unse­re Gesell­schaft zusam­men?“ – um die­se Fra­ge dreh­te sich am 7. Juni ein Round-Table-Gespräch mit Mit­glie­dern des Sozi­al­se­mi­nars. Dis­ku­tiert wur­den die Fak­to­ren, die die Vor­aus­set­zung für ein funk­tio­nie­ren­des Mit­ein­an­der bil­den. Dabei kam der Gesprächs­kreis auch zu dem Ergeb­nis, dass Jöl­len­beck, was den gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt betrifft, gut auf­ge­stellt ist: Vie­le Ver­ei­ne arbei­ten hier eng zusam­men, und in der Zeit des gro­ßen Flücht­lings­zu­zugs war die Will­kom­mens­kul­tur dank eines hohen ehren­amt­li­chen Enga­ge­ments vor­bild­lich.

His­to­ri­sche, aber auch neue Gebäu­de waren am Tag dar­auf die Sta­tio­nen des hei­mat­ge­schicht­li­chen Rund­gangs mit Heinz Göß­ling vom Jöl­len­be­cker Hei­mat­ver­ein. Im Nies­hof an der Dorf­stra­ße 21 konn­ten die Teil­neh­mer sich einen Ein­druck davon ver­schaf­fen, wie man eine moder­ne Zahn­arzt­pra­xis in ein fast 500 Jah­re altes Fach­werk­haus inte­grie­ren kann. Heinz Göß­ling mach­te zudem dar­auf auf­merk­sam, dass es einst deut­lich mehr Fach­werk­häu­ser in Jöl­len­beck gege­ben hat, deren mar­kan­te Fas­sa­den im Ver­lauf der Zeit jedoch hin­ter einem Putz ver­schwun­den sind. In Koope­ra­ti­on mit Jürick, dem Jürm­ker Inte­gra­ti­ons­kreis, kam man am Sams­tag­abend im CVJM-Haus an der Schwa­ger­stra­ße zum gemein­sa­men, inter­na­tio­na­len Kochen, Spei­sen und Aus­tau­schen zusam­men.

Mit einem gro­ßen Fami­li­en­fest ende­te die Jubi­lä­ums­wo­che am 10. Juni. Als Beglei­tung des Erd­beer­fes­tes hat­te die AWO in Zusam­men­ar­beit mit der Wer­be­ge­mein­schaft auf dem Markt­platz ein bun­tes Pro­gramm auf die Bei­ne gestellt; zudem fand auf dem Park­platz des Lösch-Depots ein Floh­markt statt. Das Spiel­mo­bil lud die jüngs­ten Besu­cher zu ver­schie­de­nen Aktio­nen ein – vom Kin­der­schmin­ken bis zum Luft­bal­lon­wett­be­werb. Für das leib­li­che Wohl sorg­te ein Team der AWO, das Kaf­fee und Kuchen, frisch geba­cke­ne Waf­feln und Erd­beer­bow­le anbot.

Höhe­punkt des Sonn­tag­nach­mit­tags war die Preis­ver­ga­be des Mal­wett­be­werbs, den das OGS-Team Wald­schlöss­chen in allen Jöl­len­be­cker Kin­der­ta­ges­stät­ten und Schu­len orga­ni­siert hat­te. 230 Mäd­chen und Jun­gen aus zwölf Ein­rich­tun­gen nah­men an dem Wett­be­werb teil und setz­ten sich krea­tiv mit dem The­ma „Mein Herz schlägt für Jöl­len­beck“ aus­ein­an­der. Ihre Kunst­wer­ke waren drei Wochen lang in der Volks­bank­fi­lia­le aus­ge­stellt, wo über das schöns­te Bild abge­stimmt wer­den konn­te. Über den mit 100 Euro dotier­ten 1. Preis durf­te sich die Kita Ober­loh­manns­hof freu­en, die eine bun­te Col­la­ge aus Fotos und gemal­ten Bil­dern zusam­men­ge­stellt hat­te. Sowohl den 2. als auch den 3. Platz beleg­te die Grund­schu­le Theesen.

Die Gewin­ner des Mal­wett­be­werbs

1. Platz – Kita Ober­loh­manns­hof
2. Platz – Grund­schu­le Theesen
3. Platz – Grund­schu­le Theesen
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